Abtswinder Gemeindebrief Nr. 77
Juli 2001

 

 homepage

Vakanzvertretung

Seit 1.9.2000 ist die Pfarrstelle Abtswind vakant. Die Vakanzvertretung hat Dekan Güntsch übernommen.
Wichtige Adressen für die Vakanzzeit:

Pfarramtsführung: Dekan Güntsch, Tel. 09325/9797-0
Pfarrbüro: Frau Dallner Tel. 428
Mesnerin: Frau Museiko Tel. 1683
Schulhaus und Schaukasten: Frau Ulla Müller Tel.7674
Pfarrhaus: Frau Krauß Tel. 1009
Glocken/Orgel: Herr Eckopf Tel. 1850


 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Manfred Siebald ist ein christlicher Liedermacher. Seine Texte sind einfühlsam, oft zart und verspielt. Er kennt unsere Gefühle und Hoffnungen - und auch unsere Schwächen. Er erzählt Alltägliches und findet auch in unauffälligen Ereignissen Gottes Spuren.

Manchmal übertreibt er schrecklich. Das hört sich lustig an. Aber mitten im Lachen kann es einem passieren, daß man sich verwundert bewußt wird, daß der Sänger ja mich meint und meine Ge-schichte erzählt.

So ist es mit dem Lied vom Teppich. Ein Mann bekommt Besuch. Er erschrickt, denn in seiner Wohnung herrscht Chaos.
Er macht Ordnung - auf seine Art: "Er schlug die große Besenschlacht und raffte, kehrte, zog und schob, bis alles unterm Teppich war; der beulte sich - doch nur ganz sacht."

"Unter den Teppich kehren" - wir kennen den Begriff und wir wissen: Danach ist das Zimmer nicht sauber. Der Schein trügt. Der Dreck wird nur versteckt.

Bei dem Mann bleibt es nicht beim ersten Mal: "Was sich erst einmal gut bewährt hat, darauf greift man gern zurück. Beim ersten Mal lief das System schon wie geschmiert. Der Teppich schluckte alles sauber, Stück für Stück. Nun war Besuch stets angenehm. Der Staub von Jahren, Socken, Rechnungen und schmutziges Geschirr, ein Rest Spinat, drei alte Schuh, die Spuren wilder Feste und verschlafener Tage ruhten dort. Der Teppich wuchs der Lampe zu."

Und später wird es immer schlimmer: "Inzwischen ist sein Leben eng geworden. Er bewegt zu Haus sich nur noch auf dem Bauche fort. Die Decke rückt bedrohlich näher; alle Möbel zogen aus. Kein Gast kriecht mehr an diesen Ort."

"Unter den Teppich kehren" - wir spüren, daß der Sänger nicht nur ein paar Schlamper meint, die sich nicht die Mühe machen, ihr Haus aufzuräumen und deren Leben deshalb beängstigend eng wird. Hier wird denen ein Gespräch angeboten, die ihren Seelenmüll nicht entsorgen. Sie verdrängen ihre Angst und reden mit niemandem. Und die Angst bedroht jeden vernünftigen und fröhlichen Gedanken. Sie verdrängen die Sorge und lassen niemanden an sich heran. Und die Sorge beherrscht nach und nach jedes Lebensgebiet. Manchmal lachen sie noch nach außen und im Herzen sind sie erstarrt. Sie verdrängen Schuldbewußtsein und Schuldgefühl und werden entweder verlogen selbstgerecht oder sie verdammen sich selber und hassen sich und sind deshalb unfähig, jemand anderen zu lieben.

Liebe Leserin, lieber Leser, jeder Gottesdienst beginnt mit der Entsorgung von Seelenmüll.
Wir bitten: "Gott sei mir Sünder gnädig." Für viele Menschen ist die Zusage der Gnade wohltuend: Gott ist barmherzig. Er wendet sich uns liebevoll zu. Die Güte Gottes ist gewiß.

Wir bitten: "Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich über uns." Viele Menschen denken bei diesen Hilfe- und Huldigungsrufen an ihre Angst und Sorge und nennen in Gedanken ihre Probleme und Nöte vor Gott.

Für manche Gemeindeglieder sind diese kurzen Gebete im Gottesdienst eine Anregung, das Gespräch mit einem Seelsorger zu suchen. Sie merken, daß die Liturgie ein Anfang der Hilfe ist. Gemeinsam können wir uns daran machen, unser Leben vom Seelenmüll zu reinigen.

Das Lied von Manfred Siebald endet hoffnungsvoll: "Er sucht nach einem, dem er alles zeigen und erzählen kann und der ihn von dem Zeug befreit."

Gottesdienst, Gebet und Gespräch führen uns zu dem einen, der uns befreit.

Ihr Georg Güntsch

 

Termine

Kassettendienst

Unsere Kirchengemeinde hat sich ein neues Mischpult
und ein neues Mikrofon für unsere Verstärkeranlage angeschafft.
Wir können nun wieder Gottesdienste auf Kassette aufnehmen und
diese an Interessenten verteilen. Sie müssen auf keinen Gottesdienst
mehr verzichten. Den Kassettendienst hat
Christian Bünnagel Tel. 99128 übernommen.

Blumenschmuck für unsere Kirche

Wie im letzten Jahr wäre es wieder schön,
wenn sich Gemeindeglieder finden,
die an den Sonntagen im Frühling und im Sommer
den Altarschmuck übernehmen würden.
Wir haben in der Kirche wieder eine Liste aushängen,
in die man sich für bestimmte Sonntage
eintragen (lassen) kann.

Kleidersammlung für Bethel vom 2. bis 7. Juli

Juli-Sammlung
Kirchlich-diakonische Wiederaufbau
für das Familienferiendorf Boltenhagen/Lübeck
(siehe Prospekt)

Seniorenfahrt Donnerstag. 5. Juli
Fahrt nach Stein bei Nürnberg
Wir haben Führungen im Schloß
Faber Castell und im
Müttergenesungswerk
Einkehr in Oberweihersbuch
(1. Pfarrstelle von Pfr. Kniewasser)

Vertretung
Die Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes
Frau Ulla Müller ist im Juli nicht immer erreichbar.
Vertretung hat Frau Hanselmann

Fr. 6. Juli Missionsabend
Um 20 Uhr im Casteller Gemeindehaus.
Es spricht Missionarin Renate Hauerstein
über die Arbeit und Situation in Kolumbien

12.7. Frauenkreis

 

Ist jemand krank?
Bitte teilen Sie im Dekanatsbüro mit, wenn jemand krank ist
(und sich über einen Besuch des Dekans oder Pfarrers nicht ärgern würde).

Geburtstage im Juli

7.7.

Else Kniewasser

73

17.7.

Georg Schäfer

77

25.7.

Johann Kraft

72

29.7.

Maria Mahr

76

 - Allen Geburtstagskindern wünschen wir Gottes Segen! -

 Sozialstation der Diakonie
Die Ambulante Kranken- und Altenpflege Rüdenhausen ist eine Sozialstation
des Diakonischen Werkes. Die Leiterin Fr. Bietz und ihre Mitarbeiter helfen Ihnen
fachlich kompetent bei der Versorgung von Ihnen oder Ihrer Angehörigen.
Wir führen die gesetzlich vorgeschriebenen Pflegekontrollbesuche durch
und helfen Ihnen auch sonst gerne mit Rat und Tat.
Wir sind erreichbar unter der Rufnummer (09325) 1354.
Falls das Büro gerade nicht besetzt ist, wird sich unser Anrufbeantworter anschalten.