Abtswinder Gemeindebrief Nr. 73
März 2001

 

 homepage

Vakanzvertretung

Seit 1.9.2000 ist die Pfarrstelle Abtswind vakant. Die Vakanzvertretung hat Dekan Güntsch übernommen.
Wichtige Adressen für die Vakanzzeit:

Pfarramtsführung: Dekan Güntsch, Tel. 09325/9797-0
Pfarrbüro: Frau Dallner Tel. 428
Mesnerin: Frau Museiko Tel. 1683
Schulhaus und Schaukasten: Frau Ulla Müller Tel.7674
Pfarrhaus: Frau Krauß Tel. 1009
Glocken/Orgel: Herr Eckopf Tel. 1850


Liebend aufmerksam
Von Dekan Georg Güntsch

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Kollege schenkte mir am Faschingsmontag ein kleines Buch. ,,Eine Anregung für die Fastenzeit, für die Wochen der Passion", meinte er. Seit Aschermittwoch übe ich die Hauptgedanken dieses Buches. Es heißt ,,Gebet der liebenden Aufmerksamkeit". Es könnte auch für Sie ein Geschenk werden, um die Tage vor Ostern bewußt zu erleben. Willi Lambert, der Autor, schlägt vor, wir sollten das ,,Nah-Sehen" der Seele probieren. Fernsehbilder aus dem Apparat umschwirren uns bei Tag und Nacht. Oft verwirren sie die Seele.
Nah-Sehen der Seele, was ist das? Lambert verwendet noch einen Vergleich aus unserem alltäglichen Fernsehkonsum. Er spricht sich für eine tägliche ,,Tagesschau des Herzens" aus.
Er bittet: Laßt euch nicht nur von den Bildern von außen prägen. So interessant und nötig die Nachrichten aus aller Welt sind und so sehr uns auch oft danach ist, uns einfach zu unterhalten: in unseren eigenen Herzen leben Bilder, die wir nicht verdrängen dürfen. Es tut uns gut, wenn wir sie anschauen und sie mit einem ,,Gebet der liebenden Aufmerksamkeit" bedenken. Er ist überzeugt, daß Gott uns ,,umarmt durch die Wirklichkeit". Unvermutet, unauffällig ist es Gott, der zu uns redet durch das, was jeden Tag passiert.
Ich berichte Ihnen von meinen Versuchen, ,,hebend aufmerksam" zu beten.
Ein wenig Zeit brauche ich schon dafür. Auf einem Spaziergang. Am Abend im Bett. Oder mitten im Tag einige Minuten, wenn ich spüre, daß der Leerlauf mich anödet oder die Traurigkeit mich anspringt wie ein gefährlicher Hund.
Zuerst mache ich mir bewußt: Ich lebe' vor Gott.
Ich sage zu Gott: Ich bin vor dir.
Dabei lasse ich den Einspruch meines Gefühls nicht gelten, das mir zuflüstert: Ich empfinde gerade jetzt nichts von Gottes Gegenwart.
Ich sage zu Gott: Ich denke vor dir. Ich atme in dir. Mein Leib, mein Herz, meine Sinne, mein Körper gehören zu dir. Ich bin gegenwärtig in deiner Gegenwart.
Ich bitte Gott: Mach mich ehrlich, wenn ich nun meinen Tag anschaue. Ich will nicht beschönigen oder zu meinen Gunsten deuten. Mach mich mutig, wenn die Bilder des Tages mich beunruhigen oder gar verklagen..
Dann betrachte ich mit ,,liebender Aufmerksamkeit" die vergangenen Stunden. Manchmal im Zeitraffertempo, manchmal langsam im Zeitlupentempo. Ich bedenke: Was geschah? Wer war da? Wo war ich?
Ohne zu werten und gleich zu urteilen: Ich schaue in Gesichter. Ich betrachte Straßen, die ich ging. Ich sehe Häuser, die ich besuchte. Auch in mir ereigneten sich Geschichten. Ich freute mich. Ich ärgerte mich. Ich war bedrückt. Ich vergeudete Zeit. Hin und wieder erinnere ich mich stolz: Ich habe Gutes bewirkt. Genau so oft melden sich Bilder, die mir peinlich sind und bei denen ich gleich dazu denke: Wie konnte ich nur so wenig einfühlsam sein, so kurzschlüssig, so faul?
Ich erinnere mich dann wieder, daß ,,Gott mich durch die Wirklichkeit umarmt". Darum reagiere ich auf die Bilder und Empfindungen des Tages, indem ich mit Gott rede. Ich tue das auch, wenn ich im Moment in mir keine ,,fromme" Stimmung spüre.
Ich sage zu Gott: Danke für dieses Gespräch am Morgen. Danke für die Zeit mit diesem Menschen. Danke, daß ich fähig war, die schwierige Stunde durchzuhalten.
Danke, da war wohl dein Heiliger Geist am Werk, daß ich da nicht aus der Haut gefahren bin und daß ich mich nicht vor einer bestimmten Arbeit gedrückt habe, fast wäre es so gekommen.
Ich sage zu Gott: Entschuldige. Nicht nur dein Heiliger Geist hat mich zu Glaube, Hoffnung und Liebe geführt. Der unheilige Geist hat mich verführt: In dieser Situation war ich kleingläubig. Vor jener Aufgabe war ich hoffnungslos. Ich sage zu Gott: Ich will es dir überlassen, was morgen auf mich zukommt. Ich plane. Ich überlasse meine Pläne dir. Ich sorge mich. Ich überlasse dir meine Sorgen. Ich hoffe auf Veränderungen - bei anderen und in mir. Ich überlasse uns dir.
Manchmal schließe ich diese "geistliche Tagesschau" (Gewissenserforschung sagte man dazu früher) mit einem Lied oder mit einem Bibelsatz ab.
Z.B.: ,,So nimm denn meine Hände (gemeint sind Jesu Hände) und führe bis an mein selig Ende und ewiglich. .. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du fuhrst mich doch zum Ziel, auch durch die Nacht".
Oder: ,,Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hälst mich bei meiner rechten Hand... Wenn ich nur dich habe, so frage ich nicht nach Himmel und Erde... Das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte" (aus Psalm 73).

Termine

Weltgebetstag 2.3.

Frauen aller Konfessionen laden ein, am 2.3. zum Weltgebetstag in der Abtswinder Kirche um 19.30 Uhr.
Das Motto: "Voneinander lernen-miteinander beten-gemeinsam handeln"
Auch Männer sind herzlich eingeladen

Seniorenkreis

7.März um 14.00 Uhr im Schulhaus
4.April Seniorenausflug in die Fränkische Schweiz
"Osterbrunnenfahrt" Abfahrt 13:15 Uhr, Marktplatz

Frauenkreis
15. März um 20.00 Uhr im Schulhaus

Ökumenische Bibelwoche in Prichsenstadt
Mo. 5.März - Fr. 9.März jeweils um 20.00 Uhr
in der Turnhalle Prichsenstadt
Referenten: Mo, Mi, Pater Pirmin Hugger, OSB Münsterschwarzach
Di,Do,Fr, Pfr. Klaus Schlicker Ansbach (pers. Referent d. Regionalbischofs)
Themen: "Glaube, der Grenzen sprengt"
Mo.5.3.: Wir haben seinen Stern gesehen, Matth. 2, 1-12
Di. 6.3.: Jesu Stellung zur Tora, Matth. 5,17-48
Mi. 7.3.: Eine Frau hat großes Vertrauen, Matth.15, 21-28
Do. 8.3.: Um des lieben Friedens Willen, Matth. 18, 1-5,15-20
Fr. 9.3.: Geht zu allen Völkern, Matth. 28, 16-20

Frühjahrssammlung 5.-11. März

Die Beratungsstellen der "Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit" (KASA) helfen Menschen die nicht mehr weiter wissen, mit offenen Gesprächen und unbüro-kratischer Hilfe. Im letzten Jahr wurden in 52 Beratungsstellen mehr als 20.000 Ratsuchenden geholfen. Kirche und Diakonie leisten einen wichtigen Beitrag zur Solidarität mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende. Unsere Konfirmanden und Präparanden werden in dieser Zeit in Abtswind persönlich um Ihre Hilfe bitten.

Fastenopfer 2001

Diese Aktion steht heuer unter dem Motto: "Hoffnung für Osteuropa". Sie ist ein Teil der bundesweit durchgeführten Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und soll Gemeinden in der Ukraine helfen. Wir sind aufgerufen unsere Schwestern und Brüder auch dort zu begleiten. Durch unseren Beitrag können Gottesdiensträume eingerichtet und Gemeindearbeit gefördert werden. Bitte unterstützen Sie diese Aktion.
Spendenkonto der Ev.Luth.Kirche: Acredo-Bank Nürnberg
BLZ 760 605 61, Konto 100 10 00

Dekan Georg Güntsch im Evangeliums-Rundfunk

am 3. März um 8:30 Uhr in der Morgenmelodie, Thema: "Ich suche....."
Zu empfangen auf MW 1539 kHz und 1467 kHz oder auf KW 7160 kHz bzw. 9795 kHz.
Auch über Satelit ASTRA 10,906 GHz (7,38 MHz)

Vorankündigungen
29. Evangelischer Kirchentag
in Frankfurt am Main vom 13-17. Juni 2001
Losung: "Du stellst meine Füße auf weiten Raum"
Nähere Infos zur Anmeldung, Fahrtkostenzuschuß,
Ermäßigungen,..... bei Ursula Müller, Tel. 7674 oder
im Dekanatsbüro Castell, Tel. 09325-9797-0

Silberne Konfirmation
Termin: 24. Juni 2001
Weiter Infos bei Ursula Müller, Tel.7674

Ist jemand krank?
Bitte teilen Sie im Dekanatsbüro mit, wenn jemand krank ist
(und sich über einen Besuch des Dekans oder Pfarrers nicht ärgern würde).

 Geburtstage im März

1.3.

Maria Weigand

74

6.3.

Margareta Kaulfuss

74

8.3.

Albert Gawehn

83

13.3.

Irma Krauß

80

13.3.

Anna Patzolt

76

17.3.

Karl Behringer

80

23.3.

Sophie Meeder

77

 - Allen Geburtstagskindern wünschen wir Gottes Segen! -

 Sozialstation der Diakonie
Die Ambulante Kranken- und Altenpflege Rüdenhausen ist eine Sozialstation
des Diakonischen Werkes. Die Leiterin Fr. Bietz und ihre Mitarbeiter helfen Ihnen
fachlich kompetent bei der Versorgung von Ihnen oder Ihrer Angehörigen.
Wir führen die gesetzlich vorgeschriebenen Pflegekontrollbesuche durch
und helfen Ihnen auch sonst gerne mit Rat und Tat.
Wir sind erreichbar unter der Rufnummer (09325) 1354.
Falls das Büro gerade nicht besetzt ist, wird sich unser Anrufbeantworter anschalten.