Abtswinder Gemeindebrief Nr. 68
April-Mai 2000
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Liebe Germeinde, in besonderer Weise spricht mich dieses Jahr der Wochenspruch für den Sonntag Okuli an. Denn sowohl auf die Gemeinde Abtswind als auch auf uns, die Pfarrfamilie, kommen ab 1.September größere Veränderungen zu. Ich werde eine neue Stelle als Seelsorger beim Bundesgrenzschutz antreten, wir werden umziehen, und Sie, liebe Gemeinde, werden wahrscheinlich (nach der üblichen halbjährlichen Vakanzzeit ohne Pfarrer) nur noch einen halben Pfarrer bekommen. Jesus verbietet uns sicherlich nicht, Rückblick zu halten, auch wenn das Wort aus Lukas 9,62 zunächst so aufgefaßt werden könnte. Wenn ich zurückblicke, so erinnere ich mich an die ersten Jahre in Abtswind, wo wir als Pfarrer und Pfarrerin fast überall willkommen waren und menschlich und herzlich begrüßt wurden. Dafür sind wir dankbar. Nach einiger Zeit allerdings merkten wir immer deutlicher, dass die herzliche Aufnahme sich nicht automatisch auch auf die Botschaft bezog, die uns von Gott ans Herz gelegt ist, nämlich das Evangelium von Jesus Christus. Daran hatten wir - ehrlich gesagt - zu knabbern. Wir versuchten immer wieder, die Leute zu geistlichen Angeboten zu locken, wie Abendgebet, Gemeindeabende, Seelsorgeangebote, Bibelwoche, Pfingstnacht, Bibelimpulstage oder SONdays (für Jugendliche), Gemeindetag und zuletzt Serendipidy-Abende und ProChrist, aber nur wenige ließen sich auf diese Dinge ein. Allerdings gab es da auch Ausnahmen: Aufgeschlossen begegneten uns (und dem Evangelium) die Kinder in Kindergarten, Kinderbibelwoche, Kinderstunde und Jungschar! Die Jugendlichen des Dekanates wünschten sich immer wieder Bibelarbeiten und Jugendgottesdienste, um im Glauben herausgefordert zu werden und zu wachsen. Auch hat uns die positive Resonanz und die große Nachfrage nach den CD-ROMs gefreut, durch die auf (bisher) unübliche Weise das Evangelium weitergegeben werden konnte. Und nicht zuletzt sind wir dankbar, dass sich zur Schar der Mitarbeiter in unserer Gemeinde neue, motivierte Leute hinzugesellten, denen Kirche und Glaube am Herzen liegen. So ist mein und unser Rückblick geprägt von Freud und Leid, und ganz gewiss fällt es uns nicht leicht, Abtswind zu verlassen und den Menschen hier lebewohl zu sagen. Wie es Ihnen ging, als Sie hörten, dass wir eine andere Stelle antreten, weiß ich natürlich nicht. Vielleicht waren Sie traurig, vielleicht war es Ihnen relativ gleichgültig, vielleicht waren Sie auch irgendwie erleichtert? Oder dachten Sie: "Was, die Pfarrers gehen! Gefällt es ihnen denn nicht mehr bei uns? Sind wir ihnen nicht gut genug?" Diese Sorge brauchen Sie sich nicht machen! Immerhin hatte ich mich diesen Sommer offiziell und ernsthaft auf die Pfarrstelle beworben, nach dem Motto: "Man kann's ja 'mal versuchen!" Es hat uns also gut gefallen! Nur ist der zeitliche Rahmen für z.A.-Pfarrer (z.A. = zur Anstellung) auf maximal sieben Jahre beschränkt, und die sind eben am 1.7.2000 um. Soweit zum Rückblick. Was Jesus von uns möchte ist aber, dass wir mehr nach vorne blicken als zurück. Denn er sagt ja: "Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes!" So ist es unser Herzenswunsch, dass wir versöhnt von Abtswind Abschied nehmen können, dass wir das, was war - sei es schön, sei es schwierig gewesen -, in Gottes Hände legen mit dem Gebet, dass er das Beste daraus machen möge. Wo wir an unsere eigenen Grenzen gestoßen sind, wo wir uns selbst im Wege standen, das alles kann Gott dennoch zum Guten wenden. Nach vorne blicken, das heißt für Sie: sich auf einen neuen Pfarrer/-in einstellen; damit zurechtkommen, dass er/sie für Abtswind nur noch im Teildienst da sein kann; sich auf diese ganze Situation in Liebe, in Zuversicht und in dem Vertrauen einlassen, dass Gott auch die schmerzliche Reduzierung der Abtswinder Pfarrstelle auf 50% zu einem Segen werden lassen kann. Nach vorne blicken, das heißt: Auf Gott schauen, der unser Ziel ist; bei Jesus bleiben, der unser Herr ist; in dem Bewußtsein leben, dass wir auf Gottes Ewigkeit zugehen, in deren Licht das Irdische klein und unwesentlich wird. Mit den besten Segenswünschen grüßt Sie Ihr Pfarrer Augustin. |
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Zeugen Jehovas Manche unserer Gemeindeglieder haben in letzter Zeit wieder Besuch von Zeugen Jehovas bekommen. Nach meinem Leserbrief in der Kitzinger Zeitung kam eine Abtswinder Zeugin Jehovas in sehr freundlicher Weise auf uns zu. Wir hatten viele intensive Gespräche, in denen wir um die Wahrheit gerungen haben. Es war herausfordernd und klärend. Zum Namen "Zeugen Jehovas": Zeugen Jehovas wollen Zeugnis für "Jehova" geben. Ich als Christin weiß mich Jesus Christus verpflichtet, der sagt: "Ihr werdet meine Zeugen sein." (Apg 1,8) Zur Bibel: Die "Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift" (=Bibel der Zeugen Jehovas) hat an vielen Stellen v.a. des Neuen Testamentes den Gottesnamen Jehova "wieder eingeführt". Die Begründung dafür, wie auch für die Aussprache Jehova statt Jahwe, finde ich in keiner Weise überzeugend. Im griechischen Urtext des NT kommt m.W. an keiner Stelle das Wort Jehova vor. In unseren christlichen Bibelübersetzugen, die ich kenne, steht deshalb völlig korrekt "Herr" oder "Gott". 1. Kor 5,18 Joh 14,10 Joh 1,1 Wegen dieser und anderer Übersetzungs-"varianten", die m.E. die Bibel an die Theologie der Wachtturmgesellschaft anpassen, kann die Neue-Welt-Übersetzung nicht Grundlage meines christlichen Glaubens sein. ( Wenn Jesus "ein" Gott ist, wieviele Götter gibt es denn dann? Warum wird Jesus in Off.5 angebetet wie Gott? ) Zur Erlösung: Zeugen Jehovas sagen anscheinend selten, daß ein Mensch der nicht Mitglied ihrer Organisation ist, im Gericht Gottes vernichtet wird. Sie sagen im Gespräch z.B.: "Gott allein ist doch Richter und wird das entscheiden." Ganz anders lesen sich Wachtturm-Veröffentlichungen, wie z.B.: "Es gab nur eine Arche, die die Sintflut überstand, nicht mehrere. Und es wird nur eine Organisation - die sichtbare Organisation Gottes - geben, die die schnell herannahende große Drangsal überleben wird." (in: "Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben", S.255) Christen hingegen vertrauen Worten Jesu wie dem aus Joh.3,36: "Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben." Freilich müssen wir uns als getaufte Christen ehrlicherweise selber fragen: Habe ich diesen rettenden Glauben - oder habe ich ihn noch nicht. Taufe und ein ohne innere Überzeugung abgegebenes Konfirmationsversprechen allein garantieren uns noch nicht, dass wir nach dem Tod bei Gott sein werden.
Ihre Pfarrerin Adelheid Augustin.
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Kirchenvorstandswahl Die sechsjährige Amtsperiode des Kirchenvorstandes geht im Herbst zu Ende. Am 22. Oktober ist Kirchenvorstandswahl. Die wichtigsten Informationen: Ihr Vertrauensausschuss |
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Abwesenheit des Pfarrers Am 7.-9.April ist das Pfarramt wegen Konfirmandenfreizeit nicht besetzt. |
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Unsere Konfirmanden Am Sonntag, dem 30.4.2000 werden in unserer Kirche konfirmiert: Katharina Baumann, Röthleinsweg 3 Die Konfirmanden werden an diesem Tag vor Gott und der Gemeinde gefragt werden: |
Ist jemand krank?
Geburtstage im April / Mai
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3.4. |
Edith Becker |
79 |
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6.4. |
Friedrich Schwanfelder |
75 |
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8.4. |
Alfred Lenz |
81 |
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9.4. |
Hans Müller |
83 |
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23.4. |
Lilly Klug |
77 |
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28.4. |
Irmgard Becker |
72 |
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29.4. |
Katharina Knorr |
77 |
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29.4. |
Maria Zwanziger |
79 |
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30.4. |
Hans Becker |
79 |
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1.5. |
Martha Fink |
70 |
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5.5. |
Jakob Sauter |
81 |
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19.5. |
Justina Schuldes |
85 |
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21.5. |
Horst Kaulfuss |
76 |
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22.5. |
Hildegard Lenz |
74 |
- Allen Geburtstagskindern wünschen wir Gottes Segen! -
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Sozialstation der Diakonie