Nr. 55- August/September 1998

 

Gedanken zur christlichen Demut

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 

1.Petr 5,5b

 

Einige lehnen jede christliche Demut ab. Sie sehen darin krampfhafte Seelenanstrengung, Zwang zum Heucheln, versteckte Geltungssucht, heimlichen Neid gegen locker lebende Menschen. In Wahrheit ist christliche Demut etwas anders:

  1. Christliche Demut sieht die Erhabenheit Gottes. Sie erkennt an, daß die Herrlichkeit des HERRN reicht, soweit der Himmel ist, und daß Gott thront über allen Völkern. Sie weiß, daß ER es ist, der alles macht, und daß ER alles in Händen hat. Und sie tut, was einzig vernünftig ist: sie beugt sich vor der Allmacht des dreieinigen Gottes.
  2. Christliche Demut stellt den Willen des Herrn über den menschlichen Eigenwillen. Sie fragt: "Wie will der Herr meinen Lebensweg haben?" Sie legt das Ruder des eigenen Lebens in Gottes Hände. Sie vertraut, daß ER es gut machen wird.
  3. Christliche Demut lebt aus der beglückenden Erfahrung, daß der HERR denjenigen ehrt und erhöht, der sich vor ihm beugt. Der Zöllner, der seine Schuld erkannt hatte und demütig ausgerufen hatte "Gott, sei mir Sünder gnädig", geht als ein von Gott gerecht gesprochener nach Hause. Ebenso David nach seinem Ehebruch. Hanna bekommt das demütig erbetene Kind usw.
  4. Erst jetzt, von jener seligen Gotteserfahrung her, daß Gott den Demütigen Gnade gibt, verändert christliche Demut auch das Verhalten zu den Mitmenschen. Sie ist dann nicht ein krampfhaftes und heuchlerisches, sondern ein seliges und in Gott geborgenes Verzichten auf menschliche Geltungssucht.

 

Unsere neuen Mesnersleute

 

Wir freuen uns sehr, daß wir seit einigen Monaten wieder neue Mesnersleute haben. Frau Helga Tasch und ihre Tochter Julia Tasch haben dieses Amt gemeinsam übernommen. Das obige Bild zeigt Familie Tasch, die in der Ringstraße wohnt.

Mit Eifer und Freude sorgen die Taschs dafür, daß unser Gotteshaus schön ist. Wir haben allen Grund zu hoffen, daß der bewährte Dienst des Mesnersehepaares Haag, auf den wir dankbar zurückblicken dürfen, eine gute Fortsetzung finden wird. In einer Kirchenvorstandssitzung konnten wir nur feststellen: "Die Kirche blitzt und blinkt wie eh und je!"

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