Abtswinder Gemeindebrief
Nr. 54 Juli 1998
In diesem Gemeindebrief sind Auszüge aus dem Original- Gemeindebrief wiedergegeben.
Gewalt in den Medien
Liebe Gemeinde,
gern geben wir Ihnen einen Aufruf unserer Landessynode weiter, den sie bei ihrer letzten Zusammenkunft im Frühjahr beschlossen hat:
Die Landessynode fordert die Mitglieder unserer Kirche auf, erneut und mit allem Nachdruck der Überflutung durch verantwortungslose Darstellung von Sexualität und Gewalt, v.a. in den kommerziellen Medien, entgegenzutreten.Solche Beiträge stellen einen zynischen Angriff auf die Würde des Menschen dar, gefährden Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und ihrem Sozialverhalten und tragen insgesamt zur Verrohung der Gesellschaft bei.
Deshalb appelliert die Landessynode:
An die kirchlichen Medienräte und Multiplikatoren, Gemeinheit, Dummheit und Schund noch deutlicher beim Namen zu nennen und zurückzuweisen.
An Väter, Mütter, Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen, Kinder und Jugendliche zu einem kritischen, selbstbewußten und informierten Umgang mit den Medien anzuleiten, der auch die Fähigkeit des Abschaltens miteinschließt.
Wir appellieren darüber hinaus an alle Mitglieder unserer Kirche, sich durch kritische Programmbegleitung zu informieren, die Stimme zu erheben und sich meinungsbildend einzumischen. Ein konkretes Beispiel dafür bietet die Arbeit des Deutschen Evangelischen Frauenbundes/Evangelische Rundfunkdienst e.V. und des Deutschen Frauenringes mit der "Aktion für ein besseres Fernsehen".
Eine Möglichkeit, die Stimme zu erheben, ist die Aktion "Rote Karte für TV". Wir legen diesem Gemeindebrief ein Exemplar bei. Weitere liegen in der Kirche, im Kindergarten und in der Raiffeisenbank aus.
Ihr Pfarrer und Pfarrerin Augustin
Partnerschaft mit der Gruppe "Rotkehlchen"
Am letzten Weihnachtsmarkt haben wir den Erlös der Kaffeebar (Schulhaus) einer Behindertengruppe aus Neuendettelsau zugedacht, zu der unsere Kirchenvorsteherin Ulla Müller schon lange Zeit einen guten Kontakt pflegt. Da Diakonie und Mission zu den grundlegensten Lebensäußerungen einer intakten christlichen Gemeinde gehören, ist es uns Pfarrersleuten ein Bedürfnis, die bisher eher privaten Beziehungen zu einer "Gemeindepartnerschaft" mit den Rotkehlchen werden zu lassen.
Obwohl sie im Christophorusheim gut aufgehoben sind und liebevoll versorgt werden, ist es für behinderte Menschen etwas Großes, für einen Tag aus dem vertrauten Heim heraustreten zu dürfen, und zu spüren, daß man anderswo willkommen ist und herzlich empfangen wird.
Deshalb laden wir Sie sehr herzlich ein zum Familiengottesdienst am 12.7.1998 10.00 Uhr, den wir zusammen mit den Rotkehlchen gestalten wollen. Wir freuen uns auf die Begegnung, die - wie wir hoffen - für alle Beteiligten eine Bereicherung sein wird.
Nach dem Gottesdienst werden wir mit den Rotkehlchen zu Mittag essen, wahrscheinlich im Schulhaus. Bitte überlegen Sie, ob Sie vielleicht einen Salat (oder ähnliches) beisteuern könnten, mithelfen könnten, oder ob Sie sich der Tischgemeinschaft nicht einfach anschließen möchten und mit uns essen... Wenn ja, dann geben Sie doch einfach Frau Müller oder dem Pfarramt Bescheid!